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Dropservice, häufig auch als Dropservicing bezeichnet, ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen Dienstleistungen an Kunden verkauft, die eigentliche Leistung jedoch ganz oder teilweise von anderen Dienstleistern, Freelancern oder Agenturen erbringen lässt.
Der Dropservice-Anbieter kümmert sich beispielsweise um die Positionierung des Angebots, die Kundengewinnung, den Vertrieb, die Kommunikation mit dem Kunden und die Organisation des Projekts. Die eigentliche Dienstleistung wird anschließend von einem spezialisierten Partner ausgeführt.
Das Prinzip ist damit nicht völlig neu. Unternehmen arbeiten schon lange mit Subunternehmern, Freelancern und externen Spezialisten zusammen. Der Begriff Dropservicing wird heute vor allem für Geschäftsmodelle verwendet, bei denen diese Arbeitsteilung einen zentralen Bestandteil des Angebots darstellt.
Besonders häufig begegnet man Dropservice bei digitalen Dienstleistungen wie Webdesign, Grafikdesign, Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Content-Erstellung, Video-Editing oder Softwareentwicklung.
Das Grundprinzip von Dropservicing lässt sich anhand einer Webdesign-Agentur einfach erklären.
Eine Agentur bietet Unternehmen beispielsweise die Erstellung einer professionellen Website an. Sie gewinnt einen Kunden, bespricht dessen Anforderungen und vereinbart einen Preis. Die Website muss anschließend aber nicht zwingend von eigenen Mitarbeitern erstellt werden.
Stattdessen kann die Agentur mit einem Webdesigner, Entwickler oder einer anderen spezialisierten Agentur zusammenarbeiten, die das Projekt im Hintergrund umsetzt.
Ein typischer Ablauf kann beispielsweise folgendermaßen aussehen:
Die Agentur definiert eine bestimmte Dienstleistung und eine passende Zielgruppe.
Über Marketing, Empfehlungen oder Vertrieb werden potenzielle Kunden angesprochen.
Ein Interessent entscheidet sich für die angebotene Dienstleistung.
Die Anforderungen und der Umfang des Projekts werden festgelegt.
Ein Freelancer, Dienstleister oder eine Partneragentur übernimmt die vereinbarte Umsetzung.
Der Dropservice-Anbieter koordiniert das Projekt und bleibt gegenüber dem Kunden Ansprechpartner.
Nach erfolgreicher Umsetzung wird die Leistung an den Kunden übergeben.
Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den Kosten für die externe Leistungserbringung kann dabei einen Teil der Marge des Dropservice-Anbieters bilden.
Die Grenzen zwischen einer klassischen Agentur und einem Dropservice-Unternehmen können fließend sein. Auch etablierte Agenturen arbeiten regelmäßig mit Freelancern, spezialisierten Dienstleistern oder anderen Agenturen zusammen.
Der wesentliche Unterschied liegt deshalb weniger in einer bestimmten Unternehmensform als in der Organisation der Leistungserbringung.
Eine klassische Agentur kann einen großen Teil ihrer Leistungen durch eigene Mitarbeiter erbringen und externe Spezialisten lediglich ergänzend einsetzen. Bei einem konsequenten Dropservice-Modell kann dagegen ein erheblicher Teil der eigentlichen Leistung von externen Partnern übernommen werden.
Für den Kunden kann trotzdem ein zentraler Ansprechpartner bestehen bleiben. Dieser übernimmt beispielsweise Beratung, Vertrieb, Projektmanagement, Qualitätssicherung und Kommunikation.
Grundsätzlich eignet sich Dropservice besonders für Dienstleistungen, die sich klar definieren, kalkulieren und an spezialisierte Partner auslagern lassen.
Vor allem im digitalen Bereich gibt es zahlreiche mögliche Angebote:
Webdesign: Erstellung von Unternehmenswebsites, Landingpages oder Onlineshops.
Grafikdesign: Logos, Social-Media-Grafiken, Präsentationen oder Werbematerialien.
Suchmaschinenoptimierung: SEO-Analysen, Content-Erstellung oder technische Optimierungen.
Social Media: Erstellung und Betreuung von Inhalten für soziale Netzwerke.
Content-Erstellung: Blogartikel, Produkttexte, Newsletter oder andere redaktionelle Inhalte.
Video-Editing: Bearbeitung von Werbevideos, Social-Media-Clips oder anderen Videoformaten.
Softwareentwicklung: Entwicklung bestimmter Funktionen, Anwendungen oder individueller Lösungen.
Werbung und Marketing: Erstellung und Betreuung von Kampagnen oder Marketingmaterialien.
Entscheidend ist nicht nur, ob sich eine Leistung auslagern lässt. Der Dropservice-Anbieter muss auch sicherstellen können, dass Qualität, Kommunikation und vereinbarte Lieferzeiten zuverlässig eingehalten werden.
Webdesign eignet sich besonders gut, um das Geschäftsmodell zu verdeutlichen.
Eine Webdesign-Agentur kann sich beispielsweise auf Websites für lokale Unternehmen konzentrieren. Die Agentur selbst übernimmt die Positionierung, entwickelt das Angebot und kümmert sich um die Gewinnung neuer Kunden.
Sobald ein Auftrag zustande kommt, kann die technische oder gestalterische Umsetzung teilweise oder vollständig an einen spezialisierten Webdesigner weitergegeben werden.
Die Agentur übernimmt damit weiterhin wichtige Aufgaben. Dazu können die Beratung des Kunden, die Aufnahme der Anforderungen, die Kalkulation, das Projektmanagement, die Qualitätssicherung und die gesamte Kundenkommunikation gehören.
Gerade bei einem solchen Geschäftsmodell wird schnell deutlich, warum Vertrieb für Dropservice-Agenturen eine wichtige Rolle spielen kann. Eine Agentur kann hervorragende Prozesse und zuverlässige Dienstleister besitzen – ohne neue Kunden entstehen daraus jedoch keine neuen Projekte.
Beim Dropservicing werden häufig zwei unterschiedliche Bereiche benötigt: die Gewinnung von Kunden und die Erbringung der Dienstleistung.
Viele Agenturen und Dienstleister sind fachlich stark in der Umsetzung, möchten aber nicht gleichzeitig dauerhaft Kaltakquise betreiben, Verkaufsgespräche führen oder neue Leadquellen aufbauen.
Genau an dieser Stelle können spezialisierte Vertriebspartner interessant werden.
Während beispielsweise Webdesigner und Entwickler die Kundenprojekte umsetzen, können andere Personen oder Unternehmen dabei helfen, neue Interessenten zu identifizieren, Kontakte herzustellen oder – abhängig vom vereinbarten Vertriebsmodell – den Verkaufsprozess zu begleiten.
Damit können verschiedene Kompetenzen miteinander kombiniert werden: Ein Partner konzentriert sich auf die Umsetzung, während ein anderer seine Stärke im Vertrieb einbringt.
Eine Dropservice-Agentur muss ihre Kundenakquise nicht zwingend vollständig selbst übernehmen. Je nach Geschäftsmodell kann die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern eine zusätzliche Möglichkeit zur Kundengewinnung darstellen.
Ein Vertriebspartner kann beispielsweise Unternehmen identifizieren, die gerade eine neue Website benötigen, und diese auf das Angebot einer Webdesign-Agentur aufmerksam machen.
Wie weit die Aufgabe des Vertriebspartners reicht, kann individuell vereinbart werden. Denkbar sind beispielsweise unterschiedliche Modelle:
Der Partner vermittelt lediglich einen qualifizierten Kontakt.
Der Partner vereinbart einen Termin für die Agentur.
Der Partner übernimmt die erste Beratung des Interessenten.
Der Partner begleitet den gesamten Verkaufsprozess bis zum Abschluss.
Der Partner empfiehlt die Dienstleistung innerhalb seines bestehenden Netzwerks.
Die Vergütung kann entsprechend unterschiedlich gestaltet werden. Möglich sind beispielsweise feste Beträge pro qualifiziertem Lead, Provisionen für erfolgreiche Abschlüsse oder individuell vereinbarte Vergütungsmodelle.
Wer grundsätzlich erfahren möchte, wie Unternehmen geeignete Partner für den Vertrieb gewinnen können, findet im Ratgeber Vertriebspartner finden: So findest du passende Partner weitere Möglichkeiten und Strategien.
Dropservice und Leadgenerierung sind nicht dasselbe. Die beiden Bereiche können allerdings miteinander verbunden werden.
Beim Dropservice geht es darum, eine Dienstleistung an einen Kunden zu verkaufen und die eigentliche Leistung ganz oder teilweise durch einen externen Dienstleister erbringen zu lassen.
Leadgenerierung beschreibt dagegen die Gewinnung potenzieller Interessenten für ein Angebot. Ein Lead kann beispielsweise ein Unternehmen sein, das Interesse an einer neuen Website, einer Marketingdienstleistung oder einer anderen angebotenen Leistung zeigt.
Für eine Dropservice-Agentur ist Leadgenerierung somit ein möglicher Bestandteil der Kundengewinnung. Die eigentliche Dropservice-Leistung beginnt dadurch aber nicht bereits mit der Generierung eines Leads.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Unternehmen gezielt festlegen sollten, welche Aufgabe ein Vertriebspartner tatsächlich übernehmen soll.
Auch Affiliate Marketing sollte nicht mit Dropservicing verwechselt werden.
Bei einem klassischen Affiliate-Modell empfiehlt ein Partner ein bestehendes Produkt oder eine Dienstleistung und erhält bei einer erfolgreichen Vermittlung eine vereinbarte Provision. Der Affiliate ist normalerweise nicht selbst Anbieter der vermittelten Leistung.
Beim Dropservice verkauft das Unternehmen dagegen selbst eine Dienstleistung an den Kunden und organisiert anschließend deren Erbringung durch einen externen Partner.
Beide Modelle können dennoch miteinander kombiniert werden. Eine Dropservice-Agentur kann beispielsweise ein eigenes Partnerprogramm anbieten und Affiliates oder Vertriebspartner für erfolgreiche Kundenvermittlungen vergüten.
Wie ein Partnerprogramm grundsätzlich aufgebaut ist und welche Vergütungsmodelle dabei möglich sind, erklären wir ausführlich im Beitrag Was ist ein Partnerprogramm?.
Dropservicing kann verschiedene Vorteile haben, wenn das Geschäftsmodell professionell organisiert wird.
Spezialisierung: Für unterschiedliche Projekte können spezialisierte Dienstleister eingesetzt werden.
Flexible Kapazitäten: Unternehmen müssen nicht für jede angebotene Leistung dauerhaft eigene Mitarbeiter beschäftigen.
Größeres Leistungsangebot: Durch zuverlässige Partner können zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden.
Fokus auf Vertrieb: Der Anbieter kann einen größeren Teil seiner Zeit in Positionierung, Kundengewinnung und Kundenbetreuung investieren.
Skalierbarkeit: Bei steigender Nachfrage können weitere geeignete Dienstleister oder Partner eingebunden werden.
Diese Vorteile entstehen allerdings nicht automatisch. Ein erfolgreiches Dropservice-Modell benötigt zuverlässige Prozesse und Partner.
Die Auslagerung der eigentlichen Dienstleistung bringt auch Herausforderungen mit sich. Wer gegenüber seinem Kunden eine Leistung verkauft, muss dafür sorgen, dass das vereinbarte Ergebnis zuverlässig geliefert werden kann.
Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:
Qualitätskontrolle: Die Qualität des externen Dienstleisters wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit des Kunden aus.
Kommunikation: Informationen müssen zuverlässig zwischen Kunde, Agentur und ausführendem Partner weitergegeben werden.
Termine: Verzögerungen beim ausführenden Dienstleister können sich auf das gesamte Kundenprojekt auswirken.
Abhängigkeit von Partnern: Fällt ein wichtiger Dienstleister aus, muss kurzfristig Ersatz gefunden werden.
Kalkulation: Verkaufspreis, externe Kosten, Vertriebskosten und weitere Aufwendungen müssen ausreichend berücksichtigt werden.
Kundenbeziehung: Auch wenn die Leistung ausgelagert wird, benötigt der Kunde einen zuverlässigen Ansprechpartner.
Dropservicing bedeutet deshalb nicht einfach, einen Auftrag anzunehmen und ihn ungeprüft an den günstigsten Freelancer weiterzugeben. Professionelles Projektmanagement und Qualitätssicherung bleiben entscheidend.
Ein Dropservice-Unternehmen kalkuliert für seine Dienstleistung einen Verkaufspreis. Von diesem Umsatz müssen anschließend die Kosten für die tatsächliche Leistungserbringung sowie weitere betriebliche Kosten getragen werden.
Ein vereinfachtes Beispiel: Eine Agentur verkauft eine Website für 3.000 Euro und beauftragt einen externen Webdesigner mit der Umsetzung. Die Differenz zwischen dem Kundenpreis und den Kosten des Dienstleisters ist jedoch nicht automatisch der Gewinn.
Davon können beispielsweise noch Kosten für Vertrieb, Marketing, Software, Projektmanagement, Zahlungsabwicklung, Steuern und andere betriebliche Aufwendungen abgehen.
Deshalb sollte ein Dropservice-Angebot immer realistisch kalkuliert werden.
Die Kundengewinnung ist einer der entscheidenden Bestandteile eines Dropservice-Geschäfts. Ohne regelmäßig neue Aufträge kann auch ein gut aufgebautes Netzwerk aus Dienstleistern nicht sinnvoll ausgelastet werden.
Je nach Zielgruppe kommen unterschiedliche Vertriebswege infrage:
Direkte Ansprache potenzieller Kunden.
Empfehlungen durch bestehende Kunden und Geschäftspartner.
Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung.
Social Media und persönliche Netzwerke.
Bezahlte Werbung und Landingpages.
Kooperationen mit anderen Unternehmen.
Affiliate- und Partnerprogramme.
Zusammenarbeit mit selbstständigen Vertriebspartnern.
Welche Methode sinnvoll ist, hängt stark von der angebotenen Dienstleistung ab. Eine Webdesign-Agentur für mittelständische Unternehmen benötigt möglicherweise einen anderen Vertriebsprozess als ein Anbieter günstiger Social-Media-Pakete für lokale Kleinunternehmen.
Für Agenturen und Dienstleister kann es interessant sein, neben klassischen Methoden zur Kundengewinnung auch gezielt nach Personen zu suchen, die im Vertrieb aktiv werden möchten.
Im Vertrieblerfinder Marktplatz können Unternehmen Produkte, Dienstleistungen, Partnerprogramme und Vertriebsangebote präsentieren. Dadurch können sich potenzielle Vertriebspartner über verschiedene Angebote und Möglichkeiten informieren.
Eine Webdesign-Agentur könnte dort beispielsweise darstellen, welche Websites oder Dienstleistungen sie verkauft, welche Zielkunden gesucht werden und wie ein Vertriebspartner für erfolgreiche Vermittlungen oder Abschlüsse vergütet wird.
Das kann insbesondere für Agenturen interessant sein, die ihre eigentliche Leistungserbringung bereits organisiert haben, aber zusätzliche Unterstützung bei der Gewinnung neuer Kunden benötigen.
Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob die Agentur ihre Leistungen vollständig selbst erbringt oder mit Freelancern und anderen Dienstleistern auf Dropservice-Basis zusammenarbeitet. Entscheidend ist, dass das konkrete Vertriebsangebot und die Aufgaben des Partners klar beschrieben werden.
Wenn du für deine Agentur, Dienstleistung oder ein anderes Angebot Vertriebspartner suchst, kannst du über Vertrieblerfinder eine Listung beantragen.
Wer Vertriebspartner für eine Dropservice-Agentur sucht, sollte möglichst transparent erklären, worum es bei der Zusammenarbeit geht.
Ein gutes Vertriebsangebot sollte unter anderem folgende Fragen beantworten:
Welche Dienstleistung wird angeboten?
Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
Wie hoch ist der durchschnittliche Auftragswert?
Welche Aufgaben soll der Vertriebspartner übernehmen?
Wann gilt eine Vermittlung als erfolgreich?
Wie wird der Vertriebspartner vergütet?
Wer führt Beratung und Verkaufsgespräche?
Wer übernimmt nach dem Abschluss die Kundenbetreuung?
Welche Vertriebsunterlagen oder Informationen werden bereitgestellt?
Je klarer das Angebot formuliert ist, desto besser kann ein potenzieller Vertriebspartner einschätzen, ob die Zusammenarbeit zu seinen Fähigkeiten und seinem Netzwerk passt.
Neben der Kundengewinnung ist die Auswahl zuverlässiger Dienstleister ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.
Ein günstiger Einkaufspreis sollte dabei nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Viel wichtiger ist, dass die vereinbarte Qualität dauerhaft geliefert werden kann.
Vor einer langfristigen Zusammenarbeit sollte deshalb geprüft werden, welche Erfahrungen der Dienstleister besitzt, wie zuverlässig die Kommunikation funktioniert und welche Kapazitäten tatsächlich vorhanden sind.
Auch klare Prozesse helfen. Verantwortlichkeiten, Liefertermine, Korrekturschleifen und Qualitätsanforderungen sollten möglichst eindeutig festgelegt werden.
Ein Vorteil des Modells besteht darin, dass sich die Kapazität theoretisch durch zusätzliche Partner erweitern lässt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Skalierung automatisch einfach ist.
Mit einer steigenden Zahl an Kunden wachsen häufig auch Projektmanagement, Kommunikation, Qualitätskontrolle und Support.
Eine Agentur sollte deshalb nicht nur ihre Kundengewinnung skalieren, sondern gleichzeitig dafür sorgen, dass die Leistungserbringung mitwachsen kann.
Ein starkes Vertriebsteam bringt wenig, wenn anschließend nicht genügend Kapazitäten vorhanden sind, um die gewonnenen Aufträge zuverlässig umzusetzen. Umgekehrt bringen hervorragende Dienstleister wenig, wenn dauerhaft zu wenige neue Kunden gewonnen werden.
Gerade beim Dropservice müssen Vertrieb und Leistungserbringung deshalb miteinander wachsen.
Dropservice bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen eine Dienstleistung an Kunden verkauft und deren eigentliche Ausführung ganz oder teilweise an externe Dienstleister, Freelancer oder Agenturen weitergibt. Der Anbieter übernimmt dabei typischerweise Aufgaben wie Marketing, Vertrieb, Kundenkommunikation und Projektmanagement.
Dropservicing ist die englische beziehungsweise international verbreitete Bezeichnung für das gleiche Grundprinzip. Im deutschsprachigen Raum werden sowohl Dropservice als auch Dropservicing verwendet.
Nein. Beim Dropshipping werden physische Produkte verkauft, deren Lagerung und Versand typischerweise von einem externen Lieferanten übernommen werden. Beim Dropservicing geht es dagegen um Dienstleistungen, deren Ausführung an einen anderen Dienstleister ausgelagert wird.
Nein. Ein Affiliate vermittelt normalerweise Kunden an einen anderen Anbieter und erhält dafür eine Provision. Beim Dropservice verkauft das Unternehmen selbst eine Dienstleistung und organisiert anschließend die Leistungserbringung durch einen externen Partner.
Besonders häufig wird das Modell bei digitalen Dienstleistungen wie Webdesign, Grafikdesign, SEO, Content-Erstellung, Social Media, Video-Editing und Softwareentwicklung eingesetzt. Grundsätzlich können jedoch auch andere Dienstleistungen ausgelagert werden, wenn sich dafür zuverlässige Partner und geeignete Prozesse finden lassen.
Nicht zwingend. Die Agentur kann ihre Kundengewinnung vollständig selbst übernehmen. Vertriebspartner können jedoch eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, neue Leads, Termine oder Kunden zu gewinnen. Welche Aufgaben der Partner übernimmt, sollte individuell festgelegt werden.
Mögliche Wege sind das eigene Netzwerk, Direktansprache, Empfehlungen, Social Media und spezialisierte Plattformen. Auf dem Vertrieblerfinder Marktplatz können Unternehmen ihre Dienstleistungen und Vertriebsangebote präsentieren und dadurch für potenzielle Partner sichtbar werden.
Dropservice beziehungsweise Dropservicing ist im Kern ein Geschäftsmodell, bei dem ein Unternehmen Dienstleistungen verkauft, während spezialisierte Partner einen Teil oder die gesamte eigentliche Leistung erbringen.
Das Modell kann insbesondere für Agenturen interessant sein, weil sich unterschiedliche Kompetenzen miteinander verbinden lassen. Ein Unternehmen kann sich beispielsweise auf Positionierung, Beratung, Vertrieb und Kundenmanagement konzentrieren, während Webdesigner, Entwickler, Marketingexperten oder andere Spezialisten die operative Umsetzung übernehmen.
Ein entscheidender Faktor bleibt dabei die Kundengewinnung. Gerade Webdesign-, Marketing- und andere Dienstleistungsagenturen benötigen regelmäßig neue Interessenten und Aufträge, damit ihre vorhandenen Kapazitäten ausgelastet werden können.
Hier können neben eigenen Marketingmaßnahmen auch Kooperationen und Vertriebspartnerschaften interessant werden. Vertriebspartner können beispielsweise neue Kontakte herstellen, Leads generieren oder – abhängig vom vereinbarten Modell – den gesamten Verkaufsprozess begleiten.
Auf Vertrieblerfinder können Unternehmen ihre Dienstleistungen, Partnerprogramme und Vertriebsangebote sichtbar machen. Dadurch können Anbieter und Menschen, die nach passenden Möglichkeiten im Vertrieb suchen, einfacher zueinanderfinden.
Wer eine Dropservice-Agentur betreibt und zusätzliche Partner für die Kundengewinnung sucht, kann über Vertrieblerfinder eine Listung beantragen und das eigene Vertriebsangebot präsentieren.
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